Mängel am WDVS

Mängel an Wärmedämmverbundsystemen

Bei der Errichtung von Neubauten und bei der Sanierung von Altbauten ist die Dämmung der Fassaden mit einem WDVS eine häufig angewandte Methode zur Energieeinsparung.

Nachfolgend zeige ich einige Ausführungsfehler, die in ähnlicher Form immer wieder vorkommen:

Hier hat man die Dämmplatten direkt unter der Kupferdachrinne enden lassen und den Abschluss mit Montageschaum ausgespritzt. Auf die Verlängerung des Dachüberstandes hat man verzichtet.

Mit ein wenig Fantasie kann man sich vorstellen, wie beim Auftragen des Putzes weiter gepfuscht wird. Die Dämmplatten stehen mit bis zu 2 cm Versätzen aus der Fassade.

Auch an dieser Gaube quillt der Montageschaum aus den Plattenstößen, die "frei von Kleber" sein sollen. Das braun lackierte Betonrähm hat man gar nicht gedämmt und damit eine Wärmebrücke und die Voraussetzung für späteren Schimmelpilzbefall geschaffen.

Aus gutem Grund läßt ein Fachmann nicht die Perimeterdämmung des Sockels, sondern die darüber sichtbare Fassadendämmung überstehen.

Das Verfalldatum des fälschlicherweise verarbeiteten PU-Montageschaumes war bereits abgelaufen. Der hierfür vorgesehene WDVS-Pistolenschaum B 1 wurde nicht eingesetzt.

Mut zur Fuge! Die Hartschaumdämmplatten wurden entgegen den Verarbeitungsrichtlinien nicht "dichtstoßend, von unten nach oben im Verband" angebracht. Auch auf das thermische Zuschneiden der Platten mit einem Hartschaum-Schneidegerät hat man verzichtet.

Was macht der "einsame Brandriegel" dort oben über der Fensteröffnung? Brandriegel gehören entweder direkt über die Öffnung (Vorgabe: 20 cm hoch und 30 cm seitliches Auflager) oder als Brandgürtel zusammenhängend etagenweise um das gesamte Gebäude.

 

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Bausachverständiger Norbert Pangert aus Hamm - Westfalen