Schimmelpilz-Befall

In Wohnungen zeigt sich Schimmelpilzbefall häufig im Bereich der Außenwandecken von Schlafräumen, an Rolladenkästen und Fensterlaibungen, im Deckenbereich von Balkonauskragungen, in innenliegenden Bädern, im Umfeld von Duschen und im Wandsockelbereich von Erdgeschossen.

Ursachen für die Schimmelbildung können sein:

  • Falsches Nutzerverhalten durch zu geringes Heizen der Räume (< 17 °C)
  • Defekte Wasser-/Heizungsleitungen oder Abwasser-/Regenwasserrohre
  • Bauliche Wärmebrücken

Das Foto zeigt einen ungedämmten Betonfenstersturz:

Unzureichende Wärmedämmung gepaart mit Wassereintritt aufgrund mangelhafter Bauausführung führte zu dem nachfolgenden Schimmelbelag auf der Deckenunterseite.

Die Sporen der unterschiedlichen Schimmelpilzarten können ausgesprochen gesundheitsschädlich sein.

Ein Indikator für Nässeschäden in Gebäuden ist z.B. der Stachybotrys chartarum, welcher vor allem hochtoxische makrozyklische Trichothecene (MTR) produziert, die nach Kontakt starke Hautreizungen verursachen. Eingeatmet wirken diese 10 mal toxischer und verursachen schwere gesundheitliche Schäden. Selbst abgestorbene Sporen können toxisch und allergen wirken.

 

Wärmebrücken auf der Spur

Die kalte Jahreszeit ist ideal um Wärmebrücken in Gebäuden aufzuspüren. An den kalten Oberflächen der Wärmebrücken kondensiert der Wasserdampf zuerst und bildet den idealen Nährboden für die Entstehung von Schimmelpilz.

Mit dem Infrarotsensor meines Taupunkt-Scanners messe ich die Oberflächentemperaturen von Wänden, Decken und Böden. Gleichzeitig misst der Umgebungssensor die Umgebungstemperatur und die -luftfeuchtigkeit. Aus den drei Messwerten ermittelt das Gerät den Taupunkt.

 

Das Foto zeigt eine Wandoberflächentemperatur von + 12,4 °C und einen Taupunktausfall bei + 13,1 °C. Das bedeutet, dass akute Schimmelpilzgefahr besteht.

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Bausachverständiger Norbert Pangert aus Hamm - Westfalen